Bergbaulandschaft Uranerzbergbau

 

Durch das atomare Wettrüsten des "Kalten Krieges" war der im 20. Jahrhundert betriebene Uranerzbergbau geprägt. Die Bergbaulandschaft Uranerzbergbau setzt sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen:

 

Bildergalerie:

 

 

Info's:

 

Schachtkomplex 371:

Der in großen Teilen erhalten gebliebene Schachtkomplex 371 bei Bad Schlema ist eine der wenigen Uranerz-Bergbauanlagen der SDAG Wismut. Das Schachtgebäude mit 50 m hohem Stahl-Fördergerüst, das Maschinenhaus mit Fördermaschine und ein großes Funktions- und Verwaltungsgebäude bilden die ab 1956 errichteten Tagesanlagen. Eine Abbautiefe von mehr als 1.800 m erreichte der Bergbau in der weltweit größten Uranlagerstätte. Zu den zeitweise tiefsten Bergwerken Europas gehörte die Schachtanlage, die bis zu 3.000 Personen beschäftigte und bis 1990 mehr als 73.000 t Uran lieferte. Eine beachtenswerte lagerstättenkundliche Mineraliensammlung beherbergt die Anlage.

 

Haldenlandschaft Uranerzbergbau:

Alle bisherigen Bergbautätigkeiten im Erzgebirge übertraf der durch die SDAG/SAG Wismut betriebene Uranerzbergbau in Umfang und Auswirkungen. In einem bis dahin unbekanntem Ausmaße veränderte sich die Landschaft des westlichen Erzgebirges durch große, kontaminierte Halden, wegen der zu Beginn rücksichtslosen Ausbeutung der vorhandenen Ressourcen. Die Aufgabe der heutigen Wismut GmbH ist es seit der Schließung der Uranbergwerke im Jahr 1990  und der deutschen Wiedervereinigung, die Hinterlassenschaften des Uranbergbaus zu sanieren. 

 

Markus-Semmler-Stolln:

Für 1503 ist der Markus-Semmler-Stolln bereits urkundlich belegt. Zunächst wurde er für den Kupfererzbergbau bei Oberschlema angelgt. In der breiten Umgebung von Schneeberg diente er später den Gruben des Wismut-, Silber-, Kobalt- und Nickelerzbergbaus. Die durch den Schlussstein auf das Jahr 1841 datierte Anlage des Mundloches, erfolgte im 19. Jahrhundert. Über etwa 43 km erstreckte sich Ende des 19. Jahrhunderts der Stolln. Der Stolln war das erste wichtige Erkundungsniveau für den Uranerzbergbau der SAG/SDAG Wismut und wurde als Bezugslinie für alle tieferen Auffahrungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts genutzt. Ab 1946 wurden weitere 174 km Grubenbaue, etwa auf dem Niveau des Markus Semmler Stollens, aufgefahren. Das gesamte Schlemaer, Schneeberger und Schneeberg-Neustädtler Revier entwässert er noch heute.

 

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