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Montanlandschaft Altenberg-Zinnwald

 

Das östliche der historischen Bergreviere im  sächsischen Teil des Erzgebirges ist die Montanlandschaft Altenberg-Zinnwald. Sie setzt sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen:

 

Die Objekte der Hauptelemente:

 

Altenberger Pinge

 

  • Pinge

 

Wäsche IV

 

  • Bergbaumuseum Altenberg

 

Zwitterstock Tiefer Erbstolln mit Bergbaugebiet Neufang

 

  • Mundloch Zwitterstock Tiefer Erbstolln
  • Haldenlandschaft
  • Meridiansteine
  • Rothzecher Treibeschacht
  • Pulverhaus
  • Wetterüberhauen 20
  • Wetterüberhauen 32

 

Aschergraben

 

  • Aschergraben

 

Arno-Lippmann-Schacht

 

  • Schacht mit Förderturm
  • Maschinenhaus

 

 

 

Vereinigt Zwitterfeld zu Zinnwald

 

  • Zechenhaus mit Bergschmiede (Besucherbergwerk Zinnwald)
  • Mundloch Tiefe Hilfe Gottes Stolln

 

 

 

Bildergalerie:

 

 

Info's:

 

Altenberger Pinge:

Um 1440 begann im Bereich der heutigen Pinge der Abbau von Zinn nach der Entdeckung der Lagerstätte. Meistens mit der Methode des Feuersetzens erfolgte dabei die Erzgewinnung. Hohlräume (sog. Weitungen) blieben nach dem Abtransport der gewonnenen Erze zurück. Die verbliebenen Pfeiler konnten die Last des Deckgebirges nicht weiter tragen, da die Lagerstätte mit diesen Weitungen durchzogen war. Es kam zu ersten Brüchen bereits im 16. Jahrhundert. Im Jahr 1620 fand der größte Bruch statt. Es entstand ein zwei Hektar großer Einbruchtrichter an der Tagesoberfläche, weil große Teile des ehemaligen Bergwerkes dabei zerstört wurden. Über ein Gebiet von rund 12 Hektar Größe, bei einem Durchmesser von 400 m und einer Tiefe von ca. 160 m erstreckt sich heute die Pinge.

 

Wäsche IV:

Das Verfahren des Nasspochens wurde im 16. Jahrhundert für die Zerkleinerung der Erze im Erzgebirge entwickelt. Später fande es weltweite Verbreitung. Die historische Wäsche IV in Altenberg ist ein Vertreter der für das Erzgebirge typischen Pochwäschen. Die Wäsche wird als Museum betrieben, seither sie erst 1952 stillgelgt und nachfolgend in eine technische Schauanlage umgestaltet wurde.

 

Zwitterstock Tiefer Erbstolln mit Bergbaugebiet Neufang:

Bereits im Jahr 1472 wurden die Gruben am sogenannten "Neufang" östlich der Altenberger Pinge aufgefahren. Ebenso noch erhalten wie das 1793 errichtete kleine, eingeschossige Pulverhaus, sind auch die ältesten Halden die in dieser Zeit entstanden sind. Die Schutzhäuser der Wetterschächte 20 und 32, das Schutzhaus über dem Rothzecher Treibeschacht und das Mundloch des Zwitterstock-Tiefen-Erbstollns gehören zu weiteren Sachzeugen. Von 1491 bis 1543 wurde während der ersten Hauptperiode des Altenberger Bergbaus dieser insgesamt 1.978 m lange Stolln angelegt. Er gehört zu den technischen  Meisterleistungen des Altenberger Bergbaus und diente der Entwässerung der Gruben bis in eine Tiefe von 132 m.

 

Historische Altstadt Freiberg:

Zur Gründung und rasanten Entwicklung der Stadt Freiberg führten die Silbererzfunde im Jahre 1168. Aufgrund des Montanwesens entwickelte sich die Bergstadt zu einem bedeutenden wirtschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Zentrum. Durch zahlreiche montanhistorische bedeutende Bauwerke wird das Gesicht der ältesten Bergstadt des Erzgebirges geprägt. Zum Beispiel das Oberbergamt oder die 1765 gegründete Bergakademie, welche die älteste noch bestehende Montanhochschule der Welt ist. Im 19. Jahrhundert entdeckte man die Elemente Indium und Germanium.

 

Bergbaulandschaft Zug:

Das Bindeglied zwischen den Bergbaugebieten von Freiberg und Brand-Erbisdorf ist die Bergbaulandschaft Zug. Die weitgehend erhaltenen Bauwerke und Haldenzüge zeugen von Silber-, Kupfer- und Bleierzen, die seit dem 16. Jahrhundert hier gefördert werden. Die Nachnutzung bergbaulicher Anlagen zur Erzeugung elektrischen Stromes werden von dem um 1913 eingerichteten untertägigen Kavernenkraftwerk Drei Brüder Schacht dokumentiert, wobei die vorhandene historische Wasserversorgung des Bergbaugebietes zur Stromerzeugung für die Bergbaufolgeindustrie nachgenutzt wurde.

 

Bergbaulandschaft Brand-Erbisdorf:

Seit dem 13. Jahrhundert wird in der Bergbaulandschaft Brand-Erbisdorf Silber abgebaut. Im Freiberger Revier ist es das wichtigste Abbaugebiet. Fast 20% des gesamten sächsischen Silbers wurde hier gefördert. Die Bedeutung der Bergbaulandschaft wird bezeugt von umfangreichen Halden und Haldenzügen sowie zahlreichen bergmännischen Tagesgebäuden. Die Anlagen vom Mendenschacht der Alten Mordgrube und vom Hörnigschacht der Grube Einigkeit stehen stellvertretend für sie.  Mit seinen mehr als 50 km Auffahrungen gehört der Thelersberger Stolln zu den frühesten und ausgedehntesten Entwässerungsanlagen im Erzgebirge.

 

Bergbauliches Wasserwirtschaftssystem Freiberg:

Zu den größten und bedeutendsten Wasserwirtschaftssystemen Europas gehört der Rothschönberger Stolln und die Aktive Revierwasserlaufanstalt Freiberg/RWA. Dem Antrieb der Wasserkraftmaschinen in den Bergwerken, den Aufbereitungsanlagen und Schmelzhütten dient die Aktive Revierwasserlaufanstalt bestehend aus einem umfassenden Geflecht an Kunstgräben, Röschen und Teichen ab dem 16. Jahrhundert.Der Rothschönberger Stolln, der 1844 errichtet wurde ist die bedeutendste und tiefste Stollenanlage des FreibergerReviers. Den Endpunkt der weltweiten technologischen Entwicklung von gebietsübergreifenden Entwässerungsstolln stellt sein Bau dar.  

 



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