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Besucherbergwerk "Vereinigt Zwitterfeld zu Zinnwald" in Zinnwald-Georgenfeld


Der Beginn des Bergbaus in dieser Region lässt sich auf der böhmischen Seite des Gebirgskamms auf die Mitte des 13. Jahrhunderts datieren. Dabei brachten sehr reiche Zinnerzfunde der Region Graupen (heutiges Krupka) einen beträchtlichen Wohlstand ein. Mit dem fortschreitenden Vordringen von böhmischer Seite in die Kammlagen stießen die Bergleute auf immer reichere Erzgänge und so wurde auch auf der altenbergischen Seite eine Bergerkundung Anfang des 15. Jahrhunderts begonnen. Bis zur eigentlichen Gewinnung von Zinnerz in Sächsisch-Zinnwald dauerte es aber noch bis zum Ende des 16. Jahrhunderts. Ab diesem Zeitpunkt wurde traditionell Zinnerz, später ab dem 19. Jahrhundert auch Wolframerz und "Zinnwaldit", ein Lithium-Glimmergestein, übertage gebracht. Die Förderung hier dauerte bis zur Erschöpfung der wichtigsten Erzgänge am Ende des 2. Weltkrieges, forciert durch die Demontage aller bergmännischen Anlagenteile zu Reparationszwecken durch die Sowjetunion, auf böhmischer Seite erfolgte die Einstellung des Bergbaubetriebes erst 1990 in Cinovec.

Der Hauptschacht "Tiefer-Bünau-Stollen" aus dem Jahre 1686, bildete die Lebensader für den gesamten Bergbau rund um das Revier auf beiden Seiten des Kamms. Auf sächsischer Seite wurden viele Grubenbaue seit dem Ende der 1960er zur Vermeidung von Bergbaufolgeschäden mit beträchtlichem Aufwand bergbautechnisch gesichert.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands schuf man von 1990 bis 1992 im ehemaligen Hauptschacht durch umfangreiche Bergsicherungs- und Wiederherstellungsarbeiten ein Besucherbergwerk mit beachtlicher räumlicher Ausdehnung. Am 18. Juni 1992 fand die feierliche Eröffnung des Besucherbergwerkes statt. Der Name "Zwitterfeld" ist bergmännischer Herkunft. Das Zinnerz bildete sich durch geologische Vorgänge, in denen die Metallverbindungen in vulkanischen Gasen mit hohem Druck in das umgebende Gestein ("Zinnwalder Granit") gepresst wurden. Hier lagerten sich diese als feines Zinnoxid an und dieses Erz wurde von den Bergleuten als "Zwitter" bezeichnet. Diese "Zwitterstöcke" bildeten neben den reinen Erzgängen den Hauptanteil der Abbau-Bereiche.

Jeder Rundgang beginnt am Mundloch des "Tiefen-Bünau-Stollen". Dieser liegt knapp 750 Meter über dem Meeresspiegel. Von hier tritt der Besucher eine faszinierende Reise in eine sehr weitläufige Untertage-Welt an. Vorbei an der "Totenkammer", einer wohl einzigartigen "Zwischenlagerstätte" für tödlich verunglückte Bergleute (in dieser Grube ein leider recht häufiges Szenario), über einen merkwürdigen Abzweig, weiter zur ehemaligen Kompressorenstation bis zum Prunkstück des Besucherbergwerkes, der Reichtroster Weitung, ein einzigartig großer Hohlraum von weit über 70 Tausend Kubikmetern Rauminhalt.

Auch das Museum im "Huthaus" mit der Wohnung des Bergverwalters, der Betstube und der Bergschmiede bietet mit zusätzlichen regionalen Ausstellungen sehr viel Wissenswertes nicht nur für montanaffine Besucher.

Öffnungszeiten (voraussichtlich)

  • Februar, April - Oktober:
    • 10:30 / 12:00 / 13:30 / 15:00 Uhr (gültig auch am Wochenende)
       
  • März, November, Dezember, Januar:
    • 10:30 / 13:00 / 15:00 Uhr
      (gültig auch am Wochenende und feiertags)
       
  • Montag und Dienstag:
    • geschlossen
      (in den sächsischen Schulferien Di 10:00 - 15:00 Uhr geöffnet)
       
  • Führungszeiten können sich saisonal verändern. Zeiten bitte telefonisch nachfragen
     
  • Für Gruppen ab 10 Personen auch außerhalb dieser Zeit nach Voranmeldung

Allgemeines zu jeder Führung

  • Ausschließlich Führungen mit Begleitpersonal
     
  • Führungsdauer: ca. 1,5 Stunden
     
  • Höchstanzahl der Gäste pro Führung: 30 Personen
     
  • Gruppenvoranmeldung erwünscht
     
  • Schutzkleidung und Geleucht werden gestellt, festes Schuhwerk wird empfohlen
     
  • Temperaturen untertage: 8° bis 10°C
     
  • Das Mindestalter für Besucher beträgt 6 Jahre in Begleitung von Erwachsenen
     
  • Eine schriftliche Voranmeldung ist für die Buchung des untertägigen Bergschamuses nötig.

Eintrittspreise

Erwachsene 9,00 €
Ermäßigt
(Kinder,Schüler, Studenten,
Schwerbeschädigte,
erforderliche Begleitpersonen von
Rollstuhlfahrern, Schwerbehinderten
und Schülergruppen)
6,00 €
Familienkarte
(gültig ab 2 Kindern)
24,00 €
Schülergruppen ab 15
Personen (pro Schüler)
4,50 €
   
Besucher mit Gästekarte Altenberg/Geising
Erwachsene 8,50 €
Ermäßigt 5,50 €
Familienkarte
(gültig ab 2 Kindern)
22,50 €
   
Bergschmaus und Mettenschicht
Erwachsene 22,00 €
Ermäßigt 20,00 €
   
Auf Führungen und Veranstaltungen (Bergschmaus und Mettenschicht) nach 15:00 Uhr und an Schließtagen wird pro Person ein Zuschlag von 2,50 € erhoben.
   

 

Zusatz
Hochzeiten und Führungen für Rollstuhlfahrer sind aus technischen Gründen z.Z. leider nicht möglich!

 


Anschrift

Besucherbergwerk
"Vereinigt Zwitterfeld zu Zinnwald"
OT Zinnwald Georgenfeld
Goetheweg 8
01773 Altenberg

Tel.: 035056 / 31344
Fax: 035056 / 23278

Stand: 08. Mai 2017 | Alle Angaben ohne Gewähr!



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