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Zwönitzer Lichtmeß

02.02.2017

 

Der Begriff "Mariä Lichtmeß" ist in vielen Kalendern zu finden, doch die meisten wissen mit dieser Bezeichnung nichts anzufangen. Im Kirchenjahr hat der Tag mit Sicherheit eine größere Bedeutung und ist in diesem Zusammenhang auch unter dem Namen "Mariä Reinigung" oder "Tag der Begegnung" bekannt. Im Allgemeinen beachtet man diesen Tag allerdings wenig.

In Zwönitz hingegen wird die Lichtmesse feierlich begangen. Schon früher galt die Festlichkeit als wichtiger Einschnitt in den bäuerlichen Jahresablauf. Die Bauern und Landsleute freuten sich, nach der Weihnachtszeit wieder nach draußen zu können. Auch das die Tage wieder länger wurden, wurde schon sehnsüchtig erwartet. Der Name Lichtmeß kommt daher, dass sich Gläubige an diesem Tag Kerzen segnen lassen, die dann über das Jahr hinweg angezündet werden um die Besitzer vor Schäden und Unheil zu schützen. Der Ursprung des Festes liegt schon im alten Rom. Im achten Jahrhundert kam der Brauch nach Deutschland und wird seit dieser Zeit feierlich begangen. Feuer und Licht spielen dabei eine wichtige Rolle, daher kommt es auch, dass im Erzgebirge üblicherweise brennende Kerzen in die Fenster gestellt wurden.

Zur Lichtmeß sollen die übrig gebliebenen Kerzen aus der Advents- und Weihnachtszeit verbraucht werden. Ebenso wird an diesem Datum der letzte, meist extra für diesen Anlass aufgehobene, Stollen verzehrt. Viele Bauernweisheiten stehen im Zusammenhang mit der Lichtmeß und unter den Bauern gilt sie seit jeher als erstes Frühlingszeichen. Außerdem soll das Wetter an dem Tag entscheidend für das Wetter der nächsten Monate, den Frühlingsbeginn und den weiteren Schneefall sein.

In Zwönitz wird die Lichtmeß auf dem Marktplatz mit Bergbläsern und dem Kinderchor der Johann Wolfgang von Goetheschule eingeleitet. Bis zu diesem Zeitpunkt wird das kleine Städtchen festlich mit Weihnachtsbeleuchtung erhellt. An diesem Abend verabschiedet sich Zwönitz von seinem Lichterglanz. Punkt 18 Uhr werden alle Lichter gelöscht, die Pyramiden werden angehalten und auch der weihnachtliche Tannenbaum verliert seinen Schein.

Schon ab 15 Uhr findet mit dem Zwönitzer Nachtwächter ein Stadtrundgang statt. Treffpunkt ist die Stadtinformation. (Preis 4,00€ pro Person)

Im Anschluss an die Durchführung der "Zeremonie" wird in den umliegenden Gaststätten das traditionelle Lichtmeß-Essen seviert. Untermalt wird das Ganze durch musikalische Darbietungen. Zu diesem Anlass kann man auch die typischen Zwönitzer Gewitterkerzen kaufen, die den Besitzer im kommenden Jahr vor Unheil schützen sollen. Diese Tradition ist noch aus Zeit der Bauern erhalten geblieben.

 



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